5th Global Diplomacy Lab

Globale Diplomatie dekodieren: Mehr Machtbalance durch Informationstechnologie

 

03.–06.11.2016, Montreal

Die Digitalisierung der Welt bringt Veränderungen für die Diplomatie mit sich, die wir noch gar nicht ganz erfassen können. Wer sich im Jahr 2016 mit internationaler Politik und Diplomatie beschäftigt, muss vor allem verstehen, wie schnell und tiefgreifend sich diese Berufswelten durch neue Technologien verändern.

Für die Mitglieder des Global Diplomacy Lab ist die Diplomatie “nicht länger nur Sache von nationalen Regierungen und internationalen Organisationen.” Immer mehr Menschen werden auf ihre eigene Art zu Diplomaten. Dies ist eine Folge der digitalen Revolution, die nicht nur internationalen Politikern und Diplomaten neue Instrumente an die Hand gibt, um sich mitzuteilen, sondern auch ganz normalen Bürgern. Diese können nun ebenfalls mit Politikern und Organisationen in anderen Ländern kommunizieren – und umgekehrt.

Das 5th Global Diplomacy Lab in Montreal beschäftigt sich intensiv mit dem Thema “Mehr Machtbalance durch Informationstechnologie”. Die Hauptfragen sind: Wie können staatliche und nichtstaatliche Akteure dazu beitragen, globale Governance und außenpolitische Entscheidungsprozesse mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien zu gestalten und zu verbessern? Ist digitale Diplomatie nur ein neues Instrument oder sogar ein Schritt in Richtung einer ausgewogeneren Beziehung zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren?

Über das Global Diplomacy Lab

Das Wesen der Diplomatie verändert sich. Sie ist nicht länger nur Sache von nationalen Regierungen und internationalen Organisationen. Das Global Diplomacy Lab dient als Plattform, um über eine neue und inklusivere Art der Diplomatie nachzudenken, die über die herkömmlichen Politikansätze hinausgeht. Dazu bedarf es kreativer Köpfe aus unterschiedlichen Disziplinen, die auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens neue Kommunikationsinstrumente entwickeln und eine Agenda für kollektives Handeln formulieren.

Wie soll die Diplomatie der Zukunft aussehen? Welche Kompetenzen brauchen wir, um unseren Handlungsspielraum präziser zu umreißen? Diese Fragen will das Auswärtige Amt, unter der Schirmherrschaft von Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier und in Partnerschaft mit der BMW Stiftung Herbert Quandt, der Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und der Global Leadership Academy der GIZ, zusammen mit herausragenden internationalen Mitgliedern der Netzwerke dieser Organisationen erkunden.

Das Global Diplomacy Lab wird durch ein im Auswärtigen Amt angesiedeltes Sekretariat geleitet und hat die Aufgabe, weltweit regelmäßige Treffen zu organisieren und den ständigen Dialog zwischen Partnern, Alumni und externen Stakeholdern zu fördern.