YL Community
Sozialer Wandel - Poiesis
Die soziale Welt wird ständig neu geformt. Menschen entwerfen neue Produkte, entwickeln Finanzinstrumente, planen die Architektur einer ganzen Stadt und gestalten neue gesellschaftliche Institutionen. Diese Neuerungen beeinflussen nicht nur das äußere Erscheinungsbild unserer Lebenswelt, sie verändern unser Verhalten, unsere Überzeugungen und Wertvorstellungen. Die Forschungsgemeinschaft „The Poiesis Fellowship - “Design, Power and the Unanticipated in Social Change” erforscht die Zusammenhänge, die zwischen Wertewandel, gesellschaftlicher Infrastruktur und der Neugestaltung verschiedenster Lebensbereiche bestehen.
Das Poiesis Fellowship will den menschlichen Schaffensprozess selbst, die poiesis, verstehen und dabei über herkömmliche Methoden und festgefahrene Perspektiven hinausgehen. Es bietet jungen Wissenschaftlern, Künstlern, Architekten, Ingenieuren und Vertretern anderer Berufsdisziplinen die Möglichkeit, zu einem frühen Zeitpunkt ihrer Laufbahn eine internationale, interdisziplinäre Zusammenarbeit aufzubauen. Die Forschungsgruppe versteht sich als multidisziplinäre Gemeinschaft junger und erfahrener Fellows, die über den Tellerrand der eigenen Disziplin hinaussehen und neue Möglichkeiten aufzeigen wollen, wie die soziale Welt gestaltet werden kann.
Die BMW Stiftung, das Institute for Public Knowledge an der New York University und die Gerda-Henkel-Stiftung haben das Poiesis Fellowship gemeinsam initiiert. Als Mentoren engagieren sich: Ash Amin, Richard Burdett, Peter Claussen, Craig Calhoun, Manthia Diawara, Gerald Frug, Nilüfer Göle, Louis Kauffman, Bruno Latour, Klaus Mainzer, Saskia Sassen und Alejandro Zaera-Polo.
Das „Infrastructures of Citizenship“-Projekt untersucht Infrastrukturen, die es Individuen ermöglichen bzw. sie daran hindern, sich in urbanen Gegenden politisch zu konstituieren. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie Praktiken, Objekte, Zeichen und Räume sich jeweils gegenseitig in ihrer Wirkung auf das gesellschaftliche und bürgerschaftliche Leben strukturieren. In einem internationalen Vergleich der Städte Los Angeles, Berlin, ... mehr
Drei Begriffe kennzeichnen das „Infrapolitics“-Projekt: Wahrscheinlichkeit, Politik und Ästhetik. Für die Arbeitsgruppe bilden Utopien, Störungen, Fehlschläge, Topographien, Visualisierungen und unvollständige bzw. unvollendete Designs das Substrat der Bestrebungen, Politik und Polis im Zeitalter sich wandelnder Medien- und Kommunikationssysteme neu zu denken. Ziel der Arbeitsgruppe ist die Erstellung einer Topographie unserer zeitgenössischen We ... mehr
Die Projektgruppe befasst sich mit den Begriffen des „Urbanen“ und des „Ländlichen“. Sie widmet sich Orten, Menschen, Artefakten, Mobilitäten sowie anderen Phänomenen und Alltagsgegenständen, die man üblicher Weise mit der Stadt oder als Gegenstück dazu mit ländlichen Gegenden in Verbindung bringt. Vor allem zwei Fragen bestimmen das Forschungsvorhaben: Wenn „ländliche“ Elemente den städtischen Raum in zunehmendem Maße dominieren, ... mehr





