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BMW Foundation Initiative on Changing Behavior and Belief
17. - 20. Juli 2008, Tegernsee
"The Example of Cities"
Mit der „BMW Foundation Initiative on Changing Behavior and Belief" setzt die BMW Stiftung 2008 einen zentralen Fokus auf das Thema „Globaler Wertewandel".
Weltweit verändern sich im Zuge der Industrialisierung und der Globalisierung wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Strukturen. Dies hat auch Auswirkungen auf die menschlichen Werte und Einstellungen, z.B. wie die Menschen regiert werden wollen, wie sie arbeiten und ihr gesellschaftliches Zusammenleben gestalten, in welcher familiären Gemeinschaft sie leben oder welche Technologien sie nutzen.
Wir gehen davon aus, dass nicht nur wirtschaftliche und technologische Zusammenhänge über die Zukunft einer globalisierten Welt entscheiden, sondern auch die Wertesysteme von Gesellschaften prägend sein werden. Deshalb suchen wir mit einer ausgewählten Gruppe von internationalen Wissenschaftlern nach Wegen zu einem besseren Verständnis der Mechanismen und Ergebnisse eines globalen Wertewandels. Dabei interessieren uns vor allem die transnationalen Wechselwirkungen zwischen Veränderungen in der globalisierten Welt sowie die Veränderung von Werten und Einstellungen.
Wo liegen die Ursachen und Mechanismen des voranschreitenden Wertewandels - und wie hängen sie zusammen? Können bestimmte Muster oder verallgemeinerbare Veränderungs- und Entwicklungsprozesse beobachtet werden?
Seit dem Jahr 2007 lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Auswirkungen und Effekte der Globalisierung manifestieren sich zuallererst hier, wo sich Werte und Einstellungen in realen wirtschaftlichen und politischen Kräfteverhältnissen, Arbeits- und Kommunikationsbedingungen, Bedürfnissen nach Mobilität sowie sozialen und ökologischen Prozessen abbilden. Insbesondere in Megacities lassen sich soziale und ökonomische Entwicklungen wie unter einem Brennglas betrachten und möglicherweise als Trend für die Zukunft ablesen. Deshalb sind Städte und Agglomerationen unser erstes Forschungsgebiet.
Damit wir uns diesen komplexen Fragestellungen adäquat nähern können, haben wir den Diskussionsprozess sehr interdisziplinär ausgerichtet und Kompetenzen aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie z.B. Anthropologie, Astrophysik, Geographie, Kommunikationswissenschaft, Mathematik, Philosophie, Politikwissenschaft, Soziologie, Urban Design oder den Wirtschaftswissenschaften zusammengeführt.
Als wissenschaftlicher Berater steht dem Projekt Prof. Richard Sennett von der London School of Economics (LSE) zur Seite.


