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XV. Europa Forum Berlin

13. - 14. November 2009, Berlin
„Wege aus der globalen Krise“

Beim XV. Europa Forum Berlin trafen sich über 60 Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien Europas. „Wege aus der globalen Krise" lautete das Thema der Veranstaltung.

Bisher wurde die globale Krise mit nationalen Konjunkturprogrammen und Rettungspaketen sowie enger internationaler politischer Kooperation bekämpft. Milliardensummen werden von Regierungen rund um den Globus in systemrelevante Banken und Unternehmen investiert, um Arbeitsplätze zu sichern und die voranschreitende Rezession abzumildern - allerdings mit der Folge ausufernder Staatsverschuldung. Ist dies der richtige Weg und reichen die Anstrengungen von Politik und Wirtschaft zur Krisenbekämpfung aus? Wie kann eine effektive Finanzmarktregulierung den Bankensektor krisenfest machen? Droht die Gefahr eines wachsenden nationalen Protektionismus unter dem Eindruck des weltweiten Einbruchs der Wirtschaft? Und schließlich, wohin wird, wohin soll sich die Marktwirtschaft nach der Krise entwickeln? 


Das Forum unterteilte sich in drei Panels mit einer Reihe von Leitfragen:

Panel 1: Perspektiven für eine neue globale Finanzordnung

Welche Aufgaben übernehmen internationale Finanzinstitutionen (wie Internationaler Währungsfonds und Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) künftig bei der Neuordnung der Märkte? Welche Rolle kommt der Europäischen Zentralbank zu? Wie lassen sich die trotz der Vereinbarung von London divergierenden anglo-amerikanischen und deutsch-französischen Positionen zur Kontrolle der Finanzmärkte verbinden? Ist eine globale Finanzaufsicht das Ziel? Oder benötigt Europa doch eine eigene Finanzaufsicht zur Marktregulierung? Welchen Einfluss kann der von den G20-Staaten aufgewertete Rat für Finanzstabilität künftig ausüben?

Panel 2: Die Europäische Union im Kampf gegen die Rezession

Wie haben sich die Konjunkturprogramme zur Stabilisierung der Wirtschaft ausgewirkt? Auf welchen Gebieten besteht weiterhin Handlungsbedarf? Bedarf es einer stärkeren europäischen Koordinierung? Welchen Beitrag kann die Wirtschaft leisten, wo ist sie auf Staatshilfe angewiesen? Besteht die Gefahr einer erneuten Spaltung Europas unter wirtschaftlichen Vorzeichen? Kann sich die EU der 27 ihre Erweiterung noch leisten?

Panel 3: Die Folgen der globalen Krise für den Welthandel: Renaissance des Protektionismus?

Müssen wir eine Renaissance des Protektionismus befürchten? Wie entwickelt sich die Lage in Europa, wie in den USA? Mit welchen Maßnahmen tritt die Politik dem Trend zu geschlossenen Märkten entgegen? Wie kann die Doha-Entwicklungsrunde in Zeiten der Marktabschottung neue Impulse erhalten? Wer ergreift die Initiative? Wie können künftig wirtschaftliche Ungleichgewichte zwischen Industrie- und Entwicklungsländern abgebaut werden?


Dokumente

Redner

Joachim Milberg (Eröffnung)

Joachim Milberg (Eröffnung)

Vorsitzender des Kuratoriums, BMW Stiftung Herbert Quandt, Berlin und München; Vorsitzender des Aufsichtsrats, BMW AG, München

Axel Weber

Axel Weber

Präsident, Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

Robert M. Kimmitt

Robert M. Kimmitt

Vorsitzender, Deloitte Center for Cross-Border Investment, Washington DC; Ehem. Stellvertretender Minister der Finanzen, Vereinigte Staaten von Amerika

Oswald J. Grübel

Oswald J. Grübel

Vorstandsvorsitzender, UBS AG, Zürich

Wolf Klinz (Dinner Speech)

Wolf Klinz (Dinner Speech)

Vorsitzender, Sonderausschuss zur Finanz-, Wirtschafts-, und Sozialkrise, Europäisches Parlament, Brüssel

Adam Posen

Adam Posen

Mitglied im Ausschuss für Geldpolitik, Bank of England, London; Senior Fellow, Peterson Institute for International Economics, Washington DC

Herbert Reul

Herbert Reul

Vorsitzender, Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, Europäisches Parlament, Brüssel

Werner Brandt

Werner Brandt

Mitglied des Vorstands und Finanzvorstand, SAP AG, Walldorf

Klaus Gretschmann

Klaus Gretschmann

Generaldirektor Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Forschung, Rat der Europäischen Union, Brüssel

Bildergalerie








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