YL Community
1st Europe Africa Young Leaders Forum
31. März - 3. April 2011, Kapstadt
Neue Wege beschreiten: Innovative Technologien, Finanzmodelle und Partnerschaften zur Förderung sozialen Zusammenhalts.
Die BMW Stiftung veranstaltete in diesem Jahr zum ersten Mal ein Young Leaders Forum in Afrika.
Am Beispiel Südafrikas sollten Herausforderungen wie der Kampf gegen die Pandemie HIV/Aids, die Diskussion um Empowerment, neue Wege der Armutsbekämpfung sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Beteiligungsmöglichkeiten diskutiert und bearbeitet werden.
Hierzu wurden innovative Ansätze im Bereich Technologie, Finanzierung und transsektoraler Kooperationen vorgestellt, welche die Entwicklung fördern und den sozialen Zusammenhalt stärken.
Das Forum wurde eröffnet von der bekannten Wissenschaftlerin und Aktivistin Dr. Mamphela Ramphele. Die ehemalige Direktorin der Weltbank und erfolgreiche Unternehmerin engagierte sich früh im Widerstand gegen die Apartheid und wurde die erste schwarze Vize-Kanzlerin der Universität Kapstadt. Abschließend diskuterte Prinz Mangosuthu Buthelezi, der ehemaliger Innenminister unter Nelson Mandela sowie Gründer und Präsident der Inkatha Freedom Party am Beispiel der jüngeren Geschichte Südafrikas die Bedeutung von verantwortungsbewusster Führungskultur.
Die Teilnehmer besuchten zudem verschiedene Projekte wie z.B. mother2mothers, die fast ein Viertel aller HIV-infizierten Schwangeren weltweit erreichen und gesundheitlich helfen. Das innovative Konzept des Tsiba Colleges, das die mangelnde Qualität der Bildung in Südafrika thematisiert, bildet begabten Studenten aus den Townships mit Scholarships und umfassenden Programmen aus.
In den Workshops stellten die Teilnehmer ihre breit gestreute Expertise und Erfahrung zur Verfügung, um Organisationen, die sich für einen stärkeren gesellschaftlichen Zusammenhalt praktisch einsetzen, in ihrer Arbeit zu stärken und neue Perspektiven aufzuzeigen. Hier lernten die Teilnehmer u.a. die Organisation streetfootballworld kennen, die den weltweit beliebten Sport des Fußballs nutzen, um Jugendlichen zu einem verantwortungsbewussten Leben zu verhelfen.
Dokumente
Teilnehmerliste (englisch) (pdf - 0.05 MB)
Bericht (englisch) (pdf - 0.59 MB)
Redner
Dr. Mamphela Ramphele
Geschäftsführender Vorstand, Letsema Circle, Cape Town
Prinz Mangosuthu Buthelezi (MP)
Präsident, Inkatha Freedom Party
Jesse Moore
Geschäftsführer, Signal Point Partners Ltd., Nairobi
Oliver Karius
Partner, LGT Venture Philanthropy Foundation, Zürich
Jurie Willemse
Gründer und Geschäftsführer, GroFin South Africa, Pretoria
Bildergalerie
Exkursionen
Site Visit I: Tertiary School in Business Administration (TSiBA)
TSiBA bietet als privates College Studenten aus den Townships von Kapstadt eine vollständig gesponserte Hochschulbildung im Bereich Wirtschaft an, mit einem Schwerpunkt auf Unternehmerschaft. Ein vierjähriges Kurrikulum schließt erst die Lücken, die das staatliche Bildungssystem hinterlassen hat und bereitet die Studenten dann in Wissen, in Fähigkeiten und ganz gezielt auch in der Persönlichkeitsentwicklung auf ein erfolgreiches Leben als Unternehmer vor. Dass College betreibt auch ein Entrepreneurship Center, in dem Unternehmen aus den Townships in enger Zusammenarbeit mit den Studenten beraten und begleitet werden.
Site Visit II: Kuyasa Fund
Kuaysa ist eine Mikrofinanz-Organisation, die durch Kredite die Wohnbedingungen in den Townships nachhaltig verbessern will. Ihre Kunden (in der Mehrzahl Frauen) verdienen idR auf dem informellen Arbeitsmarkt unter 3500 Rand monatlich (weniger als 300 Euro) und haben regulär keinen Zugang zu Finanzierungsinstrumenten. Sie erhalten Darlehen von bis zu 10,000 Rand, die sich mit staatlichen Förderinstrumenten kombinieren lassen und gestreckt auf mehrere Jahre die Wohnumstände verbessern hilft. Alle Kunden werden ermutigt, hierbei auch in erneuerbare Energie-Ressourcen zu investieren.
Site Visit III: Grassroot Soccer (GRS)/Streetfootballworld
Grassroot Soccer setzt auf die Strahlkraft von Fußball, um junge Menschen zu fortzubilden, ihr Umfeld zu mobilisieren und dadurch die Verbreitung von HIV/Aids zu stoppen. Durch hochwertiges Fußballtraining, dass eng verwoben ist mit einem mehrstufigen Kurrikulum, das die Spieler über HIV/Aids aufklärt und sie zu Rollenvorbildern in der Community ausbildet, wird frühzeitig und nachhaltig Verhalten und Verantwortungsbewusstsein der Jugendlichen verändert.
Site Visit IV: mothers2mothers
mother2mothers berät und unterstützt HIV-positive schwangere Frauen und Mütter. Die Organisation ist in neun afrikanischen Ländern tätig und beschäftigt bereits über 1700 HIV-infizierte Mütter, die, angeschlossen an staatliche Krankenhäuser, die Betreuung von werdenden Müttern übernehmen, die soeben von ihrer HIV-Infektion erfahren haben. Durch sensible Information, emotionale Betreuung und den Zugang zu retroviralen Medikamenten kann die Übertragung des Virus von der Mutter auf das Kind drastisch reduziert werden. mother2mothers erreicht mit seinem Ansatz heute bereits über 20 Prozent aller HIV-infizierten Mütter weltweit.
Workshops
Workshop I: Tertiary School in Business Administration (TSiBA)
TSiBA bietet als privates College Studenten aus den Townships von Kapstadt eine vollständig gesponserte Hochschulbildung im Bereich Wirtschaft an, mit einem Schwerpunkt auf Unternehmerschaft. Ein vierjähriges Kurrikulum schließt erst die Lücken, die das staatliche Bildungssystem hinterlassen hat und bereitet die Studenten dann in Wissen, in Fähigkeiten und ganz gezielt auch in der Persönlichkeitsentwicklung auf ein erfolgreiches Leben als Unternehmer vor. Dass College betreibt auch ein Entrepreneurship Center, in dem Unternehmen aus den Townships in enger Zusammenarbeit mit den Studenten beraten und begleitet werden.
Workshop II: PoweredbyVC
PoweredbyVC ist eine Venture Capital Fund Management- und Beratungsfirma. Derzeit entwickelt PoweredbyVC ein Modell, durch das innovationsgetriebene Unternehmer (als klassische Zielgruppe im VC Geschäft) mit aufstrebenden Unternehmern vernetzt und letztere im Hinblick auf Wissenstransfer, gezieltes Mentoring und innovative Finanzierung unterstützt werden können.
Workshop III: Grassroot Soccer (GRS)/Streetfootballworld
Grassroot Soccer setzt auf die Strahlkraft von Fußball, um junge Menschen zu fortzubilden, ihr Umfeld zu mobilisieren und dadurch die Verbreitung von HIV/Aids zu stoppen. Durch hochwertiges Fußballtraining, dass eng verwoben ist mit einem mehrstufigen Kurrikulum, das die Spieler über HIV/Aids aufklärt und sie zu Rollenvorbildern in der Community ausbildet, wird frühzeitig und nachhaltig Verhalten und Verantwortungsbewusstsein der Jugendlichen verändert.
Workshop IV: Educo Africa
Educo, die vor allem mit traumatisierten oder im Risiko stehenden Jugendlichen arbeitet, weckt durch Team-Erlebnisse in der freien Natur einen neuen Sinn für Zukunft, Verantwortung und Umwelt. Educo bildet Sozialarbeiter aus und bietet spezialisierte Jugendprogramme in den Townshipis und in ihrem Outdoor Environmental Learning Center an.

