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2. Deutsch-Russische Gespräche Baden-Baden
12. - 18. Oktober 2009, Baden-Baden
„Innovationen als Weg aus der Krise?“
Nach dem großen Erfolg des Jahres 2008 wurden die Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden 2009 fortgesetzt. Sie fanden vom 12. bis 18. Oktober 2009 im Palais Biron in Baden-Baden statt.
Unter der Leitfrage „Innovationen als Weg aus der Krise?“ wurden die Teilnehmer beider Länder mit deutschen und russischen Unternehmern und Experten u.a. die Themen Finanz- und Energiewirtschaft, Mittelstand, Personalpolitik im Wettbewerb um die besten Köpfe, die sozialen Folgen der globalen Wirtschaftskrise in Deutschland und Russland sowie Nachhaltigkeit im Unternehmen diskutiert.
Unternehmen in Deutschland und Russland waren eingeladen, sich durch die Nominierung von jungen Führungskräften an diesem Dialog zu beteiligen. Wie im vergangenen Jahr erfolgte die Auswahl der Teilnehmer durch die Robert Bosch Stiftung, die BMW Stiftung Herbert Quandt und den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.
2. Alumnitreffen der Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden
Das 2. Alumnitreffen der Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden fand vom 13.-15. Mai 2010 in Moskau statt und stand ganz im Zeichen der Erweiterung und Vertiefung des deutsch-russischen Netzwerks junger Führungskräfte.
Unter dem nachhaltigen Eindruck der Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag des Sieges in Moskau wurden die Teilnehmer vom deutschen Botschafter Ulrich Brandenburg begrüßt, der seine Erfahrungen aus den ersten drei Wochen auf seinem neuen Posten mit seinem Dienst vor 25 Jahren in Leningrad (heute St. Petersburg) verglich.
Am darauf folgenden Tag diskutierten Michael Harms (Präsident der Deutschen Außenhandelskammer Moskau) und Erwin Trinkl (Senior Vice President Public & Government Relations der Metro AG in Russland) mit den Teilnehmern Probleme wie die Verbindung politischer Macht und wirtschaftlicher Verfügungsgewalt in Russland ebenso wie den Mangel an qualifizierten Facharbeitern und die fehlende Loyalität russischer hoch qualifizierter Mitarbeiter gegenüber in Russland ansässigen ausländischen Unternehmen. Sehr positiven Widerhall findet der Unternehmergeist in Russland, wenngleich es aus Sicht der Anwesenden bei den Rahmenbedingungen für unternehmerische Tätigkeit noch Handlungsbedarf gibt. Eine zentrale Aufgabe Russlands ist nach wie vor die Modernisierung der Wirtschaft und Gesellschaft.
Auf Einladung Harald Purainers, Vorstand Finanzen der Schattdecor AG und Alumnus der Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden besuchten die Teilnehmer das Unternehmen OOO Schattdecor in Chechov bei Moskau. Hier wurden den Teilnehmern Methoden der Mitarbeiterführung und -bindung dieses international tätigen Unternehmens geschildert. Gleichzeitig präsentierte sich OOO Schattdecor als Gestalter des öffentlichen Lebens in den Regionen, in welchen es produziert - es vergibt Stipendien für begabte Gymnasiasten oder unterstützt Rekonstruktionsarbeiten örtlicher Kirchen und historischer Gebäude. Der Abend endete bei sonnigem Wetter beim Schaschlyk (russ. BBQ) auf dem Betriebsgelände.
Der Vormittag des 15. Mai 2010 war dem Widerstreit zwischen unternehmensinternen Compliance-Vorschriften und der gängigen Praxis von Korruption in Russland sowie dem daraus resultierenden moralischen Dilemma gewidmet. Außerdem wurde sich sehr intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, durch welche Merkmale sich Manager und Unternehmer unterscheiden und wie ein höheres Verantwortungsbewusstsein auf Seiten der Manager den langfristigen Zielen eines Unternehmens gegenüber generiert werden kann. Ein klassisches Thema in den deutsch-russischen Beziehungen ist die Energiepolitik; mit Blick auf die andauernde Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko erlebte dieser Dauerbrenner eine besondere Dynamik.
Abschließend wurde diskutiert, wie aus der Sicht der ehemaligen Teilnehmer das Veranstaltungsformat der Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden sowie der Alumnitreffen noch ansprechender entwickelt werden kann und unter welchen Bedingungen sich ein langfristiges Commitment der Ehemaligen zu diesem Netzwerk einstellt. Eine Weiterentwicklung und die aktive Teilhabe an der Gestaltung einzelner Programmpunkte sind die wesentlichen Ergebnisse und Ausblicke auf zukünftige Veranstaltungen dieses Formats.

Das Programm zum Download.

