Im Interview: Abdallah Al Dardari

„Ohne Gerechtigkeit kein Frieden“ 

 

02.11.2016 | BMW Stiftung | MENA 

Luftangriffe, Verhandlungen, Feuerpause, erneute Bombardierung: Im sechsten Kriegsjahr fällt es schwer daran zu glauben, dass der Bürgerkrieg in Syrien eines Tages zu Ende gehen könnte.

Doch auf diesen Tag muss die internationale Gemeinschaft vorbereitet sein. Abdallah Al Dardari ist der Mann, der bei den Vereinten Nationen darauf hinarbeitet. Als Stellvertretender Exekutivdirekor der UN-Regionalkommission für Westasien (UNESCWA) entwickelt er Wiederaufbaupläne für Syrien für die Zeit nach dem Bürgerkrieg. Dabei denkt er über Syrien hinaus: Frieden und eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung im Nahen Osten seien ein globales öffentliches Gut, so Al Dardari, dafür müsse die internationale Gemeinschaft mehr tun.

In dem Videointerview spricht Abdallah Al Dardari außerdem über die Bedeutung von Transitional Justice (Vergangenheitsarbeit), besonders auch für die wirtschaftliche Befriedung einer Gesellschaft, und über einen neuen Gesellschaftsvertrag für die Transformationsländer im Nahen Osten.

Abdallah Al Dardari war einer von 25 Teilnehmern des 7th BMW Foundation Global Table, der Ende September in Tunis stattfand.