Investieren in die Zukunft

Traditionelle CSR hat sich überlebt

 

08.08.2013 | Maximilian Martin | Nachhaltigkeit

Es sind vier Megatrends, die dafür sorgen, dass traditionelle CSR-Konzepte an Bedeutung verlieren. An ihre Stelle kann ein umfassenderer Ansatz treten, in dem Unternehmen mit ihrem Kerngeschäft einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten, argumentiert Dr. Maximilian Martin. Beim 4th World Young Leaders Forum in Peking wird er seine Vorstellungen eines nachhaltigen Kapitalismus erläutern und diskutieren.

Unternehmen werden auch weiterhin ihre gesellschaftliche Verantwortung (CSR) wahrnehmen, aber die Art und Weise wird sich ändern. Ausgangspunkt ist nicht länger die Idee, der Gesellschaft etwas über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zurückzugeben: Neben das Konzept der sozialen Verantwortung tritt das der „sozialen Chancen“.

Es sind dabei besonders vier große Trends, in denen sich Chancen für diese neue nachhaltige Wertschöpfung abzeichnen:

  • die Einbindung der armen, bislang weitgehend vernachlässigten Bevölkerungsschichten in die Wertschöpfungskette (Bottom of the Pyramid)
  • die wachsende Bedeutung der LOHAS („Lifestyles of Health and Sustainability“), also einer Käuferschicht, die hochwertig und an Nachhaltigkeitsaspekten orientiert konsumiert
  • die Transformation hin zu einer grünen Wirtschaft
  • die Neuausrichtung des Wohlfahrtsstaats

 

 

Arbeitsschritte zu einem neuen Verständnis von Corporate Social Responsibility


Was sich aus diesem Paradigmenwechsel im Verständnis von CSR entwickeln kann, ist in jeder Hinsicht ambitionierter als das, was CSR traditionell wollte: ambitionierter mit Blick auf die Verbreitung, die zu erzielende gesellschaftliche Veränderung, auf das Bestreben, finanzielle Gewinne zu erzielen und schließlich auch mit Blick auf die potenzielle Hebelwirkung für Unternehmen und Gesellschaft.

Den Report „CSR’s New Deal: A Blueprint for Your First Hundred Days in the World of Impact Economy“ (24 Seiten); Impact Economy Working Papers Vol.3 in englischer Sprache finden Sie hier. Es gibt auch eine russische und spanische Version.